Wie soll der Staat Sicherheit durch Recht gewährleisten? Bei Bedrohungen wie dem Terrorismus setzen viele Staaten gegenwärtig auf einen stetigen Ausbau von Strafrecht, Polizeirecht und des Rechts der Nachrichtendienste. Das so entstehende „Sicherheitsrecht“ bildet jedoch kein in sich geschlossenes System mit aufeinander abgestimmten Elementen. Kompetenzen der Behörden und Rechte der Betroffenen bleiben oftmals unklar. Daher steht die Weiterentwicklung der „Architektur des Sicherheitsrechts“ im Mittelpunkt dieser Projektreihe.

Das zentrale Forschungsprojekt „Strafrecht zwischen Prävention und Repression“ geht in diesem Zusammenhang den Grenzen des Straf- und Strafverfahrensrechts und dessen Ausbau zu einem Risikostrafrecht nach. Das Dissertationsprojekt „Vermögensabschöpfung“  wirft die Frage auf, inwieweit Beweiserleichterungen bei monetären Folgen im Strafrecht und anderen Rechtsgebieten möglich sind. Im Rahmen des Projekts „Staatsgeheimnisse“ wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen die EMRK einen Geheimnisschutz im Strafverfahren zulässt.