Willkommen bei der Otto Hahn Gruppe

Die Otto-Hahn-Gruppe zur „Architektur des Sicherheitsrechts“ ist am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i. Br.  angesiedelt. Unter der Leitung von Dr. Marc Engelhart widmet sie sich den Herausforderungen, vor die insbesondere der moderne Terrorismus das Strafrecht, das Polizeirecht und das Recht der Nachrichtendienste stellt. Neue Formen zwischenstaatlicher Zusammenarbeit, erweiterte (geheime) Überwachungsmaßnahmen, die Ausdehnung des Strafrechts durch umfassende Vorfeldkriminalisierungen und die Einbeziehung Privater in staatliche Maßnahmen (z.B. bei der Kontrolle der Terrorismusfinanzierung) lassen die klassischen Grenzen zwischen den Rechtsgebieten mehr und mehr verschwimmen. Damit entwickelt sich ein am Präventionsgedanken orientiertes Sicherheitsrecht.

Ziel der Forschungsgruppe ist es, die tatsächlichen Veränderungen von Sicherheitsrisiken und Sicherheitsdenken samt der daraus resultierenden normativen Veränderungen zu untersuchen und neue Antworten für die kriminalpolitischen Herausforderungen zu entwickeln. Über das Sicherheitsrecht hinaus beschäftigt sich die Forschungsgruppe mit dem Wirtschaftsstrafrecht, in dem eine ähnliche Entwicklung zu verzeichnen ist: Über sog. Compliance-Programme werden Private in die Prävention von Straftaten eingebunden, und mit der Herausbildung eines Unternehmensstrafrechts greift das Strafrecht in Bereiche über, die zuvor Domäne anderer Rechtsgebiete war. Einen dritten Schwerpunkt bilden das supranationale Strafrecht und die Rechtsvergleichung. Neben der Analyse und Bewertung der Entwicklung in ausländischen Rechtsordnungen steht hier besonders das Europäische Strafrecht im Fokus.

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Die Max-Planck-Gesellschaft verleiht seit 1978 jedes Jahr die Otto-Hahn-Medaille, die mit einem Preisgeld von 7.500 Euro verbunden ist. Sie zeichnet damit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen aus, die – zumeist im Zusammenhang mit ihrer Dissertation – besondere wissenschaftliche Leistungen erbracht haben.

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Die besten unter ihnen können zusätzlich den Otto-Hahn-Award erhalten. Er eröffnet die Möglichkeit, im Anschluss an einen Auslandsaufenthalt eine eigenständige Forschungsgruppe, die sog. Otto-Hahn-Gruppe, aufzubauen.